MD-Begutachtung: Ablauf, Vorbereitung und Tipps

Eine gute Vorbereitung hilft dabei, die Situation realistisch darzustellen und die richtigen Informationen bei der MD-Begutachtung weiterzugeben.


Die MD-Begutachtung ist ein zentraler Schritt, wenn ein Pflegegrad beantragt wird. Dabei wird eingeschätzt, wie selbstständig eine Person im Alltag noch ist und in welchen Bereichen Unterstützung benötigt wird.

Wichtig ist: Es geht nicht nur um körperliche Einschränkungen. Auch geistige und psychische Veränderungen spielen eine große Rolle. Dazu gehört zum Beispiel, ob sich jemand noch orientieren kann, Entscheidungen trifft oder den Alltag selbst organisiert.

Die Einschätzung erfolgt anhand verschiedener Module (Lebensbereiche), die einzeln bewertet werden. Dazu gehören unter anderem:

Aus diesen Bereichen ergibt sich am Ende eine Gesamtbewertung, die darüber entscheidet, ob und welcher Pflegegrad vergeben wird.


Die Begutachtung findet in der Regel zuhause statt. Eine Gutachterin oder ein Gutachter nimmt sich Zeit, um die aktuelle Situation kennenzulernen.

Dabei wird nicht nur gefragt, sondern auch beobachtet, wie bestimmte Dinge im Alltag umgesetzt werden. Es kann zum Beispiel darum gehen, wie gut das Aufstehen funktioniert, ob Hilfe beim Anziehen nötig ist oder wie sicher sich jemand in der Wohnung bewegt.

Außerdem werden Fragen zum Tagesablauf gestellt, um ein möglichst realistisches Gesamtbild zu bekommen. Ziel ist es, den Alltag so zu erfassen, wie er wirklich ist – nicht nur einen einzelnen Moment.


Du kannst beim Termin eine Vertrauensperson dabeihaben.

Das kann sein:

Das ist oft hilfreich, weil:


Eine gute Vorbereitung hilft dabei, nichts zu vergessen und die Situation vollständig darzustellen.

Es ist sinnvoll, sich vorher Gedanken zu machen:

Wichtig: Versuche nicht, besonders „fit“ zu wirken. Entscheidend ist, wie der Alltag normalerweise aussieht.


Viele Betroffene oder Angehörige machen beim Termin unbewusst Fehler, die sich auf die Einstufung auswirken können.

Typische Beispiele:

Ein weiterer häufiger Punkt ist, dass wichtige Informationen vergessen werden, weil man sich im Gespräch unsicher fühlt oder unter Druck steht. Deshalb ist es wichtig, sich vorher vorzubereiten und ehrlich zu zeigen, wo Unterstützung notwendig ist


Beim Termin geht es nicht darum, einen guten Eindruck zu machen, sondern darum, die tatsächliche Situation realistisch darzustellen.

Gerade Dinge, die im Alltag selbstverständlich geworden sind, werden oft nicht mehr als Hilfe wahrgenommen, sind aber für die Begutachtung entscheidend.


Fazit